Regeln & Rituale
Wichtig sind Regeln und Rituale, an denen die Kinder sich orientieren können.
Besonders für Kinder, die sich hier fremd fühlen, sollte ein Rahmen geschaffen werden,
der den Kindern eine gewisse Sicherheit gewährleistet.
Dazu gehören besonders:
- die Kontinuität des Förderunterrichts (wenn die ausländischen Kinder
gesondert gefördert werden);
- das Begrüßungsritual (Begrüßungslied, -worte oder -gesten);
- die Benutzung von (eindeutigen!) Symbolen;
- die Einübung von Lernformen und -spielen;
- evtl. die Einführung eines Wochen- oder Tagesplans.
Inhalte & Ziele
Im Bereich des Schriftspracherwerbs steht die mündliche Wortschatzarbeit zu Anfang im
Vordergrund.
Später müssen Buchstaben erkannt, gesprochen und geschrieben werden. Das
Beherrschen von Lauten
ist für deutsche Kinder schon schwierig,
deshalb muss man hier bei ausländischen Kindern noch ausführlicher arbeiten.
Das Lautieren von Wörtern und Silben steht vor dem Erlesen von Wörtern und dem
sinnerfassenden Lesen, das zu den wesentlichen didaktischen Zielen zählt.
Zu weiteren Zielen zählt die Sicherung der Wörter des Grundwortschatzes, die bei fremdsprachigen Kinder
von Anfang an durch Bilder, besser noch konkrete Gegenstände unterstützt werden soll.
Später sollten auch grammatikalische Ziele hinzukommen. Das Bilden einfacher Sätze muss am Anfang mündlich erfolgen,
zu fortgeschrittener Zeit dann schriftlich. Themen wie Verneinung, Konjugation von Verben, Bildung von Fragen folgen.